Kreislaufwirtschaft BAU

Seit 1995 besteht ein Verbund der deutschen Bauwirtschaft, der sich für die Förderung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen einsetzt. Im Zweijahresturnus veröffentlicht der Branchenverbund die aktuellen Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle. Damit dokumentiert die Branche ihr Engagement zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Steigerung der Ressourceneffizienz.


Übersicht 2014 Aktueller Monitoringbericht zum Aufkommen und Verbeib mineralischer Bauabfälle im Jahr 2014

Anfall

Anfall 202,0 Mio. t
Boden und Steine 118,5 Mio. t (58,7 %) Bauschutt 54,6 Mio. t (27,0 %)
Strassenaufbruch 13,6 Mio. t (6,8 %)
Bauabfälle auf Gipsbasis 0,7 Mio. t (0,3 %)
Baustellenabfälle 14,6 Mio. t (7,2 %)

Verbleib Boden und Steine

Recycling-Baustoffe 12,1 Mio. t (10,2 %)
Sonstige Verwertung 89,5 Mio. t (75,5 %)
Beseitigung 16,9 Mio. t (14,3 %)

Verbleib Bauschutt

Recycling-Baustoffe 42,5 Mio. t (77,8 %)
Sonstige Verwertung 8,7 Mio. t (16,0 %)
Beseitigung 3,4 Mio. t (6,2 %)

Verbleib Strassenaufbruch

Recycling-Baustoffe 12,8 Mio. t (93,7 %)
Sonstige Verwertung 0,5 Mio. t (4,1 %)
Beseitigung 0,3 Mio. t (2,2 %)

Verbleib Baustellenabfälle

Recycling-Baustoffe 0,2 Mio. t (1,4 %)
Sonstige Verwertung 14,2 Mio. t (96,9 %)
Beseitigung 0,2 Mio. t (1,7 %)

Downloads Seit 1995 werden die Monitoring-Berichte im Zweijahresturnus veröffentlicht. Die Berichte stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Bauwirtschaft

Der nächste Bericht wird im Frühjahr 2019 erscheinen.

Übergabe des aktuellen Berichts

Am 3. April 2017 hat die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau den zehnten Monitoring-Bericht an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übergeben. Staatssekretär Gunther Adler nahm den Bericht im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin entgegen.

1. Reihe v.l.:
F. Pakleppa, G. Adler, M. Basten, M. Stoll, P. Kurth
2. Reihe v.l.:
W. Türlings, Dr. A. Eichler, M. Knipper, Dr. B. Schäfer

„Die Bauvorhaben zur Umsetzung der Energiewende, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und die Kreislaufwirtschaft sind zentrale Aufgaben der Bundesregierung, die ohne eine leistungsfähige Baustoff-, Bau- und Entsorgungswirtschaft nicht zu bewältigen sind. Die Initiative hat ihre Erfolgsgeschichte fortgeschrieben und die ab 2020 geltenden ehrgeizigen europäischen Verwertungsziele bereits heute weit übertroffen. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung“, erklärte Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), heute bei der Entgegennahme des Monitoring-Berichts „Mineralische Bauabfälle“ in Berlin.



Pressemitteilung (de)
Aktuelle Daten 2014
Kreislaufwirtschaft Bau Eine Initiative der deutschen Bauwirtschaft

Träger der Initiative

Die Initiative ist ein Verbund von Verbänden der Bauwirtschaft und besteht seit 1995.
Verwertung in Deutschland

Situation

Den rechtlichen Rahmen für die Verwertung von Bodenaushub, Abbruchmaterial und sonstigen mineralischen Bauabfällen bilden seit Mitte der 90er Jahre neben Einzelfallentscheidungen spezielle Landesregelungen, die i.d.R. der Mitteilung 20 der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall entsprechen oder daran angelehnt sind. Seit 2002 sollen die Verwertungsregeln für mineralische Abfälle überarbeitet und an zwei neue Grundlagenpapiere angepast werden.

GAP und GFS

Mit dem GAP-Papier wird der Ort der Beurteilung, an dem die Umweltverträglichkeit von Baustoffen bewertet werden soll, an die Unterkante des eingebauten Materials verlegt. Mit dem GFS-Konzept werden strengste Stoffwerte als neuer Beurteilungsmaßstab für den vorsorgenden Grundwasserschutz vorgegeben. In Kombination beider Regelungen ergibt sich, dass die Anforderungen an Eluate aus Baustoffen so hoch sind, dass sie nicht einmal von Trinkwasser eingehalten werden können.

Mantelverordnung

Da die Fortentwicklung der LAGA M20 scheiterte, übernahm Anfang 2006 das Bundesumweltministerium die Aufgabe, eine bundeseinheitliche Verwertungsverordnung zu entwickeln. Heute, 11 Jahre nach Beginn dieser Arbeiten, zeichnet sich die Einleitung des parlamentarischen Verfahrens zur Verabschiedung der Mantelverordnung ab.

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Kontakt

Herausgeber und Redaktion

Bundesverband Baustoffe — Steine und Erden e.V.
Kochstraße 6-7; 10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 72 61 99 9-0; Fax: +49 (0)30 72 61 99 9-12
Email: info@bvbaustoffe.de
Internet: www.bvbaustoffe.de

Registernummer VR 21367
Vereinsregister Berlin; Amtsgericht Charlottenburg
Amtsgerichtsplatz 1; 14057 Berlin-Charlottenburg

Vertretungsberechtigte

Dr. Dominik von Achten
Präsident des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden e.V.
HeidelbergCement AG; Berliner Straße 6; 69120 Heidelberg

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