Kreislaufwirtschaft BAU

Seit 1995 besteht ein Verbund der deutschen Bauwirtschaft, der sich für die Förderung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen einsetzt. Im Zweijahresturnus veröffentlicht der Branchenverbund die aktuellen Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle. Damit dokumentiert die Branche ihr Engagement zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Steigerung der Ressourceneffizienz.


Übersicht 2012 Aktueller Monitoringbericht zum Aufkommen und Verbeib mineralischer Bauabfälle im Jahr 2012

Anfall

2012 sind 192,0 Mio. t mineralische Bauabfälle angefallen.
Boden und Steine 109,8 Mio. t (57,2%) Bauschutt 51,6 Mio. t (26,9%)
Strassenaufbruch 15,4 Mio. t (8,0%)
Bauabfälle auf Gipsbasis 0,6 Mio. t (0,3%)
Baustellenabfälle 14,6 Mio. t (7,6%)

Verbleib Boden und Steine

Übertägiger Bergbau / Deponiebau /u.a.
85,9 Mio. t (78,2%)
Recycling-Baustoffe 10,7 Mio. t (9,8%)
Beseitigung 13,2 Mio. t (12,0%)

Verbleib Bauschutt

Recycling 40,4 Mio. t (78,3%)
Verfüllung von Abgrabungen und Verwertung auf Deponien 8,7 Mio. t (16,9%)
Beseitigung 2,5 Mio. t (4,8%)

Verbleib Strassenaufbruch

Recycling 14,8 Mio. t (96,1%)
Verfüllung von Abgrabungen und Verwertung auf Deponien 0,4 Mio. t (2,6%)
Beseitigung 0,2 Mio. t (1,3%)

Downloads Seit 1995 werden die Monitoring-Berichte im Zweijahresturnus veröffentlicht. Die Berichte stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Bauwirtschaft

Die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau hat die ersten fünf Berichte im Rahmen einer Selbstverpflichtung gegenüber der Bundesregierung veröffentlicht. Nach Erfüllung der Selbstverpflichtung hat sich der Branchenverbund entschieden, die erfolgreiche Serie der Monitoring-Berichte fortzusetzen.

  • Bericht 1 Erhebung 1996 (veröffentlicht 2000)
  • Bericht 2 Erhebung 1998 (veröffentlicht 2001)
  • Bericht 3 Erhebung 2000 (veröffentlicht 2003)
  • Bericht 4 Erhebung 2002 (veröffentlicht 2005)
  • Bericht 5 Erhebung 2004 (veröffentlicht 2007)
  • Bericht 6 Erhebung 2006 (veröffentlicht 2011)
  • Bericht 7 Erhebung 2008 (veröffentlicht 2011)
  • Bericht 8 Erhebung 2010 (veröffentlicht 2013)
  • Bericht 9 Erhebung 2012 (veröffentlicht 2015)

Der nächste Bericht soll im Herbst 2016 veröffentlicht werden.

Übergabe des aktuellen Berichts

Am 12. Februar 2015 hat die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau den neunten Monitoring-Bericht an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übergeben. Staatssekretär Gunther Adler nahm den Bericht im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin entgegen.

1. Reihe v.l.:
W. Türlings, M. Knipper, M. Basten, G. Adler, F. Pakleppa
2. Reihe v.l.:
Dr. A. Eichler, G. Pahl, Dr. B. Schäfer, S. Giern, P. Kurth

„Die Bauvorhaben zur Umsetzung der Energiewende, die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, der Ressourcenschutz und die Kreislaufwirtschaft sind zentrale Aufgaben der Bundesregierung, die ohne eine leistungsfähige Baustoff-, Bau- und Entsorgungswirtschaft nicht zu bewältigen sind. Die Initiative hat ihre Erfolgsgeschichte fortgeschrieben und die ab 2020 geltenden ehrgeizigen europäischen Verwertungsziele bereits heute weit übertroffen. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung“, sagte Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, bei der Entgegennahme des Monitoring-Berichts „Mineralische Bauabfälle“ in Berlin.



Pressemitteilung (de) Pressemitteilung (en)
Aktuelle Daten 2012
Kreislaufwirtschaft Bau Eine Initiative der deutschen Bauwirtschaft

Träger der Initiative

Die Initiative wurde 1995 als Verbund von Verbänden der Bauwirtschft gegründet.
  • Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V.
  • Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V.
  • Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe e.V.
  • Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V.
  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
  • Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.
Verwertung in Deutschland

Situation

Den rechtlichen Rahmen für die Verwertung von Bodenaushub, Abbruchmaterial und sonstigen mineralischen Abfällen bilden seit Mitte der 90er Jahre neben Einzelfallentscheidungen spezielle Landesregelungen, die i.d.R. der Mitteilung 20 der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall entsprechen oder daran angelehnt sind. Seit 2002 sollen die Verwertungsregeln für mineralische Abfälle überarbeitet und an zwei neue Grundlagenpapiere angepast werden.

GAP und GFS

Mit dem GAP-Papier wird der Ort der Beurteilung, an dem die Umweltverträglichkeit von Baustoffen bewertet werden soll, an die Unterkante des Materials verlegt. Mit dem GFS-Konzept sollen strengste Prüfwerte als neuer Beurteilungsmaßstab für den vorsorgenden Grundwasserschutz vorgegeben. In Kombination ergibt sich, dass die Anforderungen an Eluate aus Baustoffen so hoch sind, dass sie nicht einmal von Trinkwasser eingehalten werden können.

Mantelverordnung

Da die Fortentwicklung der LAGA M20 scheiterte, übernahm Anfang 2006 das Bundesumweltministerium die Aufgabe, eine bundeseinheitliche Verwertungsverordnung zu entwickeln. Heute, 10 Jahre nach Beginn dieser Arbeiten, zeichnet sich noch immer keine konsnsfähige Lösung ab, die eine ausgewogene Balance zwischen den Anforderungen des Medienschutzes und den Zielen der Kreislaufwirtschaft sicherstellt.

Aktueller Stand Mantelverordnung

Im Januar 2011 legte das BMU den ersten Arbeitsentwurf der Mantelverordnung vor. Nach intensiven Diskussionen wurde im Oktober 2012 ein überarbeiteter zweiter Entwurf veröffentlicht, zu dem im Februar 2013 Anhörungen stattgefunden haben. Im Herbst 2015 wurde der dritte Arbeitsentwurf vorgelegt, der nur geringfügige Änderungen gegenüber dem zweiten Abeitsentwurf aufweist. Der dritte Entwurf bildet die Grundlage für das aktuell gestartete Planspiel, mit dem die Auswirkungen der Mantelverodnung auf die Verwertung mineralischer Bauabfälle festgestellt werden sollen.
Die Mantelverordnung besteht im Kern aus einer Novelle der im Herbst 2010 verabschiedeten Grundwasserverordnung und dient der Einführung weiterer Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS), der Ersatzbaustoffverordnung, mit der die Verwertung mineralischer Bauabfälle in technischen Bauwerken bundeseinheitlich geregelt werden soll und einer Novelle der Bundesbodenschutzverordnung, mit der die Verwertung von Bodenmaterial in bodenähnlichen Anwendungen, wie der Verfüllung von Abgrabungen, neu ausgestaltet werden soll.

Die Novelle der Grundwasserverordnung wird von der Wirtschaft abgelehnt, da kein Bedarf an einer Verrechtlichung zusätzlicher GFS-Werte gesehen wird. Diese Auffassung hat 2010 auch der Bundesrat im Verfahren zur Grundwasserverordnung geteilt. Die Ersatzbaustoffverordnung konnte in den vergangenen Jahren verbessert werden. In vielen Fällen sind inzwischen angemessene und praxisgerechte Materialwerte und Einbauvarianten vorgesehen. Einige Regelungen sind allerdings noch nicht ausreichend, so dass die Bauwirtschaft die Ersatzbaustoffverordnung derzeit noch ablehnt. Jedoch ist festzustellen, dass die Ersatzbaustoffverordnung sehr weit entwickelt ist und berechtigte Hoffnungen bestehen, auch die verbliebenen Problempunkte zu lösen. Die Novelle Bundesbodenschutzverordnung wird von der Wirtschaft dagegen strikt abgelehnt. Sie würde dazu führen, dass zukünftig bis zu 65 Millionen Tonnen Bodenaushub jährlich nicht mehr verwertet werden können. Damit würden nicht nur die Ziele bezüglich der Ressourceneffizienz und der Schonung natürlicher Ressourcen konterkariert, es würde sich auch ein dramatisches Entsorgungsproblem einstellen, da die Deponiekapazitäten in wenigen Jahren vollständig verbraucht wären.

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Internet: www.bvbaustoffe.de

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Vereinsregister Berlin; Amtsgericht Charlottenburg
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Dipl.-Kfm. Andreas Kern
Präsident des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden e.V.
HeidelbergCement AG; Berliner Straße 6; 69120 Heidelberg

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